Entfernen von Dachziegeln


Drehleiter Einsatz
Einsatzort Details

Ogenbarger Kirchstraße, Middels
Datum 24.08.2024
Alarmierungszeit 22:46 Uhr
Alarmierungsart Digitaler Meldeempfänger
eingesetzte Kräfte

Feuerwehr Middels
    THW Aurich
      Feuerwehr Aurich

      Einsatzbericht

      Erneut ist am Samstagabend ein starkes Gewitter über die Stadt Aurich gezogen. Während sich die Regenfälle diesmal aber weitaus weniger drastisch als noch vor etwas mehr als einer Woche darstellen sollten, wehte der Wind mit teilweise stürmischen Böen und ließ damit unter anderem größere Äste von Bäumen abbrechen. Dies sollte der Feuerwehr Walle zwei von insgesamt drei witterungsbedingten Einsätzen des Abends im Stadtgebiet bescheren. In der Straße Lange Diehl waren zunächst mehrere Äste von Bäumen hinunter auf die Fahrbahn sowie den Radweg gestürzt. Diese wurden von den Feuerwehrleuten kurzerhand beiseite geräumt und die Blockade somit aufgehoben. Zudem war ein großer Ast auf den Wallster Weg gestürzt. Auch hier konnte die Straße durch den Einsatz von Manpower schnell wieder für den Verkehr freigemacht werden.

      Die größte Auswirkung der kräftigen Windböen zeigte sich dagegen in Aurich-Middels, wo die komplette Giebelwand eines landwirtschaftlichen Gebäudes in der Ogenbarger Kirchstraße einstürzte. Glücklicherweise wurde hierbei niemand verletzt, jedoch drohten aufgrund des anhaltenden Windes auch noch weitere Teile des Scheunentraktes einzustürzen. Alarmierte Einsatzkräfte der Feuerwehr Middels entschieden sich umgehend dazu, den Baufachberater des Technischen Hilfswerks hinzuzuziehen, um Gewissheit über die Statik des Anwesens erhalten zu können. Dieser konnte nach einer ersten Begutachtung in Kombination mit einer Beruhigung der Wetterlage zunächst Entwarnung hinsichtlich eines möglichen weiteren Einsturzes geben. Damit galt es fortan, die vorhandenen Gebäudeteile bestmöglich zu sichern.

      Hierzu wurden die THW-Ortsverbände Aurich und Jever zur Einsatzstelle gerufen, die folglich mit jeder Menge Material und gut 30 Kräften anrückten. Nachdem diese zunächst eine umfangreiche Maßnahmenevaluation durchführten und den Arbeitsbereich mit entsprechenden Beleuchtungskomponenten erhellten, um nach und nach die feuerwehrseitige Ausleuchtung herauszulösen, kristallisierten sich die oberhalb der herausgebrochenen Giebelwand zurückgebliebenen Dachziegel als mögliche Gefahrenquelle heraus, die die Helfer bei der Sicherung des Gebäudes durch Herabfallen hätten verletzen können. Um diese zu entfernen, wurde die Drehleiter der Feuerwehr Aurich ebenfalls hinzualarmiert.

      Über den Korb des Hubrettungsfahrzeuges konnten die entsprechenden Dachziegel nach und nach entfernt werden. Im Anschluss leiteten die Helfer des Technischen Hilfswerks die Stabilisierung des Anwesens ein, welche noch bis tief in die Nachtstunden andauern sollte. Für die Feuerwehr, die ebenfalls mit rund 30 Kräften vor Ort war, endete der Einsatz gegen Mitternacht. Die Bewohner konnten in dem unversehrt gebliebenen Wohntrakt des Anwesens verbleiben und bedurften keiner anderweitigen Unterkunft.